Die Geschichte der Stadt Kölleda​

Jahr

Ereignis

786

Das Dorf Collide wird im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld, dem Brevarium Lulli erstmalig erwähnt.

802

Das Kloster Hersfeld erhält Ländereien um Kölleda und später die Herrschaft über den Ort.

1265

Am 8. September 1265 verzichtet Friedrich, Graf von Beichlingen, zugunsten des neu gegründeten Zisterzienserklosters auf die Vogtei.

1266

Am 8. September 1266 ziehen die Nonnen, die aus dem Kloster Frauensee kommen, in das Zisterzienserkloster St. Benedicti ein.

1271

wird die Kölledaer Münze urkundlich erwähnt. Das Münzrecht  teilen sich die Grafen von Beichlingen mit den Äbten von Hersfeld.

1308

Heinrich, Graf von Beichlingen, verzichtet zugunsten des Abts Simon von Hersfeld auf 3 Pfund Pfennige jährlicher Pension aus der „Münze zu Kollede“ und auf seine Ansprüche gegen den Abt.

1392

Friedrich VI., Graf von Beichlingen, verleiht Kölleda das Stadtrecht. Die oberste Lehnshoheit verbleibt jedoch bei Hersfeld.

1404 

wird die Kirche St. Wipperti erstmals erwähnt.

1482

durch den Tod des Thüringer Landgrafen Wilhelm III. (der Tapfere) fällt der gesamte thüringer Besitz an die wettinischen  Brüder Ernst und Albrecht in sächsischen Besitz.

So bleibt es bis 1815.

1518

500 Menschen sterben an einer pestartigen Seuche.

1519

Hans von Werthern erwirbt von Graf Adam von  Beichlingen  die Rechte für die Stadt.

1523

Die Stadt gewährt einem entflohenen Mönch Unterschlupf, obwohl dieser steckbrieflich gesucht wird. Herzog Georg fordert die Stadt zur Übergabe des Flüchtigen auf. Dieser wird jedoch gewarnt und kann fliehen.

1524

gewährt die Stadt dem Probst des Klosters Memleben Asyl. Hans von Werthern bekommt den Befehl, den Probst gefangen zu nehmen und an den Abt zu Hersfeld zu schicken. (Dr. Liebers im Heimatkalender für den Kreis Eckartsberga, Seite 51)

1525

Wie auch in anderen Orten folgt man den Freiheitsrufen des Thomas Müntzer.

 Nach der Schlacht bei Frankenhausen erlässt Herzog Georg von Sachsen Befehle, wonach sämtliche Waffen abzugeben sind, die Dörfer die Namen der Aufständischen zu nennen haben und  alles Geraubte zurückzugeben ist. Die Güter der Anführer sollen zur Hälfte konfisziert werden.

Kölleda hat 192 Besitzer. Diese behaupten, niemand etwas genommen, keinem Menschen Schaden getan, zu niemand geschworen zu haben. Was sie dem Kloster zu Kölleda genommen haben, sei dem Kloster zu gut geschehen, es sei das selbe auch alles inventiert. Urheber des Aufstandes wären: Claus Schmidt, Hans Poß, Hans Settler, Hans Beichling, Hans Wurme, Heinrich Sulz, Jacob Heidenreich und Kunz Reinbott und andere. Insgesamt 20, die alle geflohen sein sollen.

Die Stadt zahlt an Strafe 715 Gulden auf 143 Personen.

(Dr. Liebers im Heimatkalender für den Landkreis Eckartsberga 1927, Seite 37)

1538

126 Höfe - Scheunen und Ställe nicht gerechnet – brennen ab. Die Wippertikirche, das Rathaus und die Schule werden beschädigt.

1542

Nach dem Tode des katholischen Landesherrn, Herzogs Georg am 24.04.1539, haben die Herren von Werthern die evangelische Religion angenommen. Damit wurde auch die Wippertikirche evangelisch. Zur Erinnerung daran ist eine Inschrift über die Sakristei der Wippertikirche gesetzt: V. D. M. I. Ac. 1542

1547

Nach dem Schmalkaldischen Krieg zählt Cölleda zum albertinischen Kurfürstentum Sachsen.

Am 5. August ordnet Kurfürst Moritz die Einteilung des Kurfürstentums Sachsen in 5 Kreise, darunter der Thüringer Kreis, zu dem das Amt Eckartsberga und somit Kölleda gehört.

1553

Das Backleber Tor wird erbaut.

1554

Die letzte Bewohnerin des Klosters, Äbtissin Sophie von Schafstedt stirbt.

Nach der Reformation hatte man den Klosterinsassen freien standesgemäßen Lebensunterhalt gewährt. Das Kloster fällt an Kurfürst August von Sachsen.

1556

Das Kloster wird aufgelöst, die Stadt erwirbt die dazugehörigen Ländereien von Kurfürst August für 3588 Gulden.

Das Brückentor wird erbaut.

1563

Das Johannistor wird gebaut.

1575

Laut Kirchen-Matricul war Anna Wirsing,  die Frau des Baccalaurius Jacob Wirsing, Lehrerin der Mädchenschule.

1583

Der Röhrbrunnen am Markt wird mit einem Kostenaufwand von 3.285 Gulden erbaut. Das Wasser kommt aus einer Quelle in der Backleber Flur. Die erste Wasserleitung wird verlegt. Der Brunnen versorgt das Brauhaus und dient den am Markt gelegenen Häusern bei Feuersnöten.

   

1626

1000 Personen sterben an der Pest.

1627

Nachdem die Pest überstanden war, wurden 88 Paare am Ort getraut.

1634

Kölleda  spürt erste Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges. Einquartierung kaiserlicher Truppen und Plünderungen

1649

Am 19. April ziehen die Bürger unter Glockengeläut an die Flurgrenze zu Backleben und Großneuhausen und begrüßen den langersehnten Frieden nach dem 30jährigen Krieg.

1663

wird Christoph von Helbig (auch Hellwig geschrieben) in Cölleda, als Sohn des Diaconus Caspar Helbig geboren. Kaiser Leopold I. erhob ihn wegen seiner zahlreichen Dichtungen geistlicher Lieder in den Adelsstand. Er starb als Doctor medic und Stadtphysikus 1721 in Tennstedt. Er gelangte an das Manuskript eines kalendarischen Handbuchs, welches der Zisterzienser-Abt Moritz Knauer 1650 als eifriger Astrologe erstellt hatte. Hellwig ließ diesen Kalender 1700 in Druck erscheinen. Dabei nahm er an, dass das Manuskript, welches eine Planetentafel seit 1600 enthielt, 100 Jahre alt sei. Hellwig änderte die Wetterbeobachtungen Knauers in Wettervorhersagen ab. Den Namen Knauers lässt er unerwähnt. So entsteht der "100jährige Kalender".

1665

Kurfürst Johann Georg von Sachsen stirbt. Es kommt zur Bildung der Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels, die den überwiegenden Teil des Thüringer Kreises erhält. Zu dem als Thüringer Landesportion bezeichneten Gebiet gehört vom Amt Eckartsberga auch Kölleda dazu.

1683

64 Häuser brennen ab. Der Rat beschließt die Anschaffung einer Wasserspritze.

1698

132 Häuser brennen nieder, darunter das herrschaftliche Vorwerk (Rittergut), der Edelhof, das Amt- und Rathaus, Diakonat und Rektorat. Die Wippertikirche kann gerettet werden

1699

Das herrschaftliche Vorwerk und der Edelhof werden neu errichtet.

1702

Das nunmehr dritte Cölledaer Rathaus wird erbaut.

1706

Schwedische Truppen quartieren sich in unserer Stadt ein, zur Last der Bevölkerung.

Die Belagerung dauert ein Jahr an.

1719

Pfarrer Oberländer lässt die erste Chronik über kirchliche Ereignisse in Cölleda drucken.

1724

Das „Kurfürstlich-sächsische“ Postamt wird eingerichtet.

1728

Am 18. Juni 1728 wird das Urteil am Ehepaar Assingen vollstreckt. Sie hinterlassen ein 7 Monate altes Kind.

Das Ehepaar Annen Catharinen und Jeremias Assingen planen den Mord an der Tante der Ehefrau, der Soldatenwitwe Juditha Wozuin. Das Ehepaar wohnt zur Miete bei ihr. Am 3. Dezember 1727 erschlägt Jeremias die Tante. Auf Anraten seiner Frau hängt er sie nachträglich auf. Bei der gerichtlichen Besichtigung werden die gewaltsamen Schläge gefunden. Die Tat kann nicht geleugnet werden. Er wird  verurteilt zu Schleifung und Rad, sie zu Schleifung und Schwert.

1735

In einer Scheune in der Auengasse bricht ein Brand aus. Auengasse, Krautgasse, Pfarre, Schule, Rektorat, die Häuser vom Krauttor bis zum Backleber Tor brennen nieder, insgesamt 58 Häuser.

1744

Die neue Schule am Markt wird eingeweiht, nachdem die Alte 1735 mit abgebrannt war.

1746

Am 16. Mai, mit dem Tod Johann Adolf II. von Sachsen-Weißenfels, erlischt die Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels. Kölleda fällt wieder an Kursachsen.

1755

meldet eine Zählung von 1334 Personen.

um 1763

nach Ende des siebenjährigen Kriegs werden erste Anbauversuche der Kartoffel unternommen.

1771

Kölleda hat etwa 1900 Einwohner.

1780

macht sich der Stadtschreiber Kürbs um die Obstbaumpflanzung und den Hopfenanbau am Stadtgraben und im Geböse verdient.

1786

Der Rat der Stadt verkauft die Klosterländereien, um die auf 19000 Taler angewachsenen Schulden zu tilgen.

1795

Nach kleineren Bränden in den Jahren 1760, 1763 und 1794 kommt es zum größten Stadtbrand in der Geschichte Cölledas, 135 Häuser, sowie 82 gefüllte Scheunen, brennen am 14. August nieder, am Markt bleiben  das Rathaus, die Wippertikirche und die Schule verschont.  Magister Salomo Gottlob Unger schildert die Geschichte der Stadt und des Brandunglücks in einem Buch, dessen Erlös den Brandopfern zu Gute kommt. (Ungersche Chronik)

1806

Der Befehlshaber der bei Auerstedt  geschlagenen  preußischen Armee, Herzog Ferdinand von Braunschweig, verbringt schwer verwundet auf dem Rückzug eine Nacht im Haus Rossplatz 39.

Am 11. September 1806 beschließen Frankreich und Sachsen den Vertrag von Posen.
Im Ergebnis daraus wird das Kurfürstentum Sachsen ein Königreich.

1813

Am 24. Oktober, nach dem Sieg der Verbündeten in der Völkerschlacht bei Leipzig, rastet Feldmarschall Blücher auf dem Marktplatz.
Am 1. November werden 231 russische Dragoner, 2 Generäle, 2 Majors und 16 Offiziere einquartiert.
Am 2. und 3. November kommen vom Kaiserl. Russischen Artillerie-Train 1 Major, 5 Offiziere, 243 Unteroffiziere und Gemeine nebst 486 Pferden hier zum stehen.
Den 4. und 5. November kommen vom Königlich preußischen Proviant-Fuhrwesen 186 Mann nebst 195 Pferden durch.
Am 6. November kommt Fürst Walpolsky mit 84 russischen Husaren.
Die vorrückenden Truppen begegnen den Zurückkehrenden.
Am 11. November werden 1500 Franzosen, die am 26. Oktober in dem Treffen bei Eisenach zu Gefangenen gemacht worden waren, nachts im Schüttboden eingeschlossen. 3 Offiziere und 80 Kosaken bewachten den Transport.
Am 30. November werden 136 russische Ulanen einquartiert. Nach ihrem Abmarsch am 27. Dezember bleiben 10 Mann zurück.

Später kamen noch mehr Transporte durch unsere Stadt, die unter den Kontributionen zu leiden hat.
In diesem Jahr beläuft sich die Zahl der Sterbefälle auf 157. Davon sind 61 Militärs.
Die Johanniskirche dient als Lazarett.

1815

Am 18. Mai 1815 schließen die Königreiche Preußen und Sachsen einen Friedens- und Freundschaftsvertrag. Sachsen muss u. a. seine thüringischen Territorien an das Königreich Preußen abtreten. So kommt Cölleda zu Preußen. Der Rautenkranz wird durch den preußischen Adler als Wahrzeichen ersetzt.

1816

Am 4. September 1816 wird der Regierungsbezirk Merseburg in 2 Stadt- und 15 Landkreise eingeteilt. Zum Landkreis Eckartsberga gehört u. a. Kölleda.

1824

Kölleda wird zur Kreisstadt des neuen Kreises Eckartsberga.

1824

In diesem Jahr beginnt in Kölleda der feldmäßige Anbau medizinischer Kräuter, besonders der Pfefferminze.

1826

Bei Steinbrucharbeiten am Zwiefachen Hügel stoßen die Arbeiter auf ein Skelett aus der frühen Eisenzeit.

1828 bis 1835

lebte Friedrich Ludwig Jahn in Cölleda.

1835

Die vierte Escadron des königlich 12. Husarenregiment, welches seit 1818 hier stationiert war, wird nach Merseburg versetzt. Daraufhin bittet der Magistrat in einem Brief an den König, das geplante Stadt- und  Landgericht in Kölleda zu etablieren.

1837

Das Schützenhaus wird erbaut.

1848

Am 26. März beginnen die Ereignisse der Bürgerlichen Revolution in Cölleda.

Am Sonntag, den 24. September, findet eine große Volksversammlung auf dem Backlebener Feld statt. Neuwahlen werden gefordert.

1849

Bürgermeister Albrecht wird im April  von der Stadtverordnetenversammlung, die ihn 1843 auf 12 Jahre gewählt hatte, zum Rücktritt gezwungen.

Die Kalte Gasse wird gepflastert.

1850

Die ersten Briefkästen werden angebracht.

Die Friedrichstraße wird gepflastert.

1854

Durch den Anschluss der öffentlichen Brunnen an ein Leitungsnetz wird die Wasserversorgung verbessert.

Der erste „Cölledaer Anzeiger“ erscheint.

1862

erhält die Stadt ihre erste Straßenbeleuchtung durch Petroleumlampen.

1863

In der Cölledaer Flur wird ein Grab der jüngeren Bronzezeit um 1000 vor unserer Zeitrechnung gefunden.

1866

Prof. Fritz Hofmann wird am 2. November in der Auenstraße in Cölleda geboren.

1872

Die Polizeigewalt geht von den Grafen von Werthern an den Staat über.

Die Taubenmärkte für die Samstage im Februar werden eingeführt.

1874

Die Stadt wird an die Bahnstrecke Straußfurt – Großheringen (Pfefferminzbahn) angeschlossen.

Cölleda erhält Anschluss an das Telegraphennetz.

1876

Gründung des Verschönerungs-Verein, der nach den Plänen des Gartenbau-Direktors Linne´ - Erfurt die Anlagen auf dem ehemaligen Stadtgraben und am Roßplatz gestaltete. Die Stadt erhält ein neues Statut über das Feuerlöschwesen.

1877

Der erste Kindergarten wird im Gasthaus zur Post eingerichtet.

1878

wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

1884

Das Kreisständehaus in der Salzstraße wird erbaut.

1892

Feier des 500jährigen Stadtrechtsjubiläums.

1900

Am 1. Oktober wird das von der Firma Franke aus Bremen vor dem Johannistor errichtete Gaswerk in Betrieb genommen. Die vorhandenen 128 Anschlüsse versorgen: 413 Leuchtflammen, 29 Kocher, 3 Motoren und 71 Straßenlaternen.
 
Am 10. Oktober, zu Beginn des neuen Schuljahres, wird die neu erbaute Schule in der Mühlgasse eingeweiht.

In Kölleda werden 14 Telefonanschlüsse und eine öffentliche Sprechstelle eingerichtet.

1901

Gründung der städtischen Sammlung durch Generaloberarzt Dr. Bruno Schwabe.

1903

Am 1. Oktober wird das neu errichtete Postgebäude in der Bahnhofstraße bezogen.

 Zu den städtischen Gebäuden im  Stadtgebiet zählt man:
      Marktplatz 1  Rathaus
      Marktplatz 2  Turm der St. Wippertikirche
      Marktplatz 3   Altes Schulgebäude
      Marktplatz 7   Stadthauptwache
      Mühlgasse 1a  Neues Schulgebäude
      Backleber Tor 3 Backlebertorgebäude
      Friedrichstraße 1 Wellenscheune mit Wiegehaus
      Erfurter Straße 5 Amtsgerichtsgefängnis
      Entenplan 13  Schäfereigebäude
      Hospitalstraße 4 Polizeigefängnis
      Hospitalstraße 5 Armen- und Krankenhaus

1907

Das Krankenhaus wird gebaut.

1909

verweist die Statistik auf  601 Wohnhäuser, 10 andere Gebäude und 4 steuerfreie Gebäude. Man zählt 3401 Einwohner.

In 200 Haushalten wird Vieh gehalten, insgesamt 254 Pferde, 625 Stück Rindvieh, 621 Schafe und 1447 Schweine.

1911

Das Kinderheim, eine Stiftung der Brüder Karl und Fritz Feistkorn, wird errichtet.

1913

Das von Otto Feistkorn gestiftete städtische Wannenbad wird übergeben.

1914

Bau der "Finne-Bahn"

1924

Kölleda wird am 11. Oktober an das Elektrizitätsnetz angeschlossen.

1927

Die amtliche Schreibweise ändert sich von Cölleda in Kölleda.

1935

Erster Spatenstich für die Siedlung am Brückentor.

1936

Die Häuser im Bahnhofsviertel (heute Jahnplatz, Bebelstraße, Breitscheidstraße, Karl-Marx-Straße) sowie die Kasernen auf der Kiebitzhöhe werden gebaut.

1937

Eine wissenschaftliche Grabung des Landesmuseum Halle deckt beim Bau der Siedlung an der Schillingstedter Chaussee die Spuren einer germanischen Siedlung aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten auf.

1941

Bei Erdarbeiten in der Mühlgasse finden die Arbeiter eine 10,5 cm lange Nadel mit Kugelkopf aus der Bronzezeit.

Einwohnerzahl: 6.313

1944

Am 4. Juli 1944 erfolgt ein schwerer Luftangriff auf den Flugplatz, 7 Soldaten werden getötet, ein großer Teil der Gebäude wird zerstört. Die Stadt bleibt verschont.

1945

Am 11. April um 12 Uhr hisst C. Steinicke die weiße Fahne auf dem Rathaus. 
 
Am 12. Oktober wird in der Brückenstraße 31 die Genossenschaft mit beschränkter Haftung „Neutro-Werk“ gegründet. Als erstes wurden Tischlampen in der ehemaligen Waffenmeisterei des Luftzeugamtes auf der Kiebitzhöhe produziert.

Die Provinz Sachsen wird neu gebildet. Zu ihr gehört auch der Kreis Eckartsberga mit der Kreisstadt Kölleda.

1946

Am 31. Januar hat Kölleda die Einwohnerzahl von 9.176 erreicht, bedingt durch Flüchtlinge und Umsiedler.

1947

Durch plötzlich einsetzendes Tauwetter im März ist unsere Stadt von Hochwasser betroffen.

1948

Im November wird die Kooperativgenossenschaft m.b.H. Neutro-Werk in den volkseigenen Betrieb RFT Funkwerk Kölleda umgewandelt.

Die gegründete Sportgemeinschaft „BSG Mechanik“ wird durch das Funkwerk übernommen und erhält den Namen „BSG Motor“. Zu ihr zählen die Sektionen Fußball, Handball, Tischtennis, Radsport und Schach. Der erste Vorsitzende wird Hans Lehmann.

1949

Im Funkwerk Kölleda stellen 300 Arbeiter Bauelemente der Nachrichtentechnik und Rundfunkempfänger her.

1950

Mit Wirkung vom 15. Juni 1950 wird der Landkreis Eckartsberga in Landkreis Kölleda umbenannt.

Battgendorf wird am 30. Juli 1950 eingemeindet.

1952

Der Kreis Kölleda wird aufgelöst und die Stadt Kölleda wird dem neu gebildeten Kreis Sömmerda zugeordnet.

Am 1. September wird die Zentralschule (heute Regelschule „F.-L.-Jahn“) übergeben.

1957

Das Städtische Schwimmbad am Streitsee wird am 2. Juni übergeben.

1958

Beginn der Errichtung des Wilhelm – Pieck - Ring

1967

Am 1. Mai 1967 wird der neue Sportplatz am Langen Weg eingeweiht.

1968

Am Rossplatz entsteht ein Busbahnhof.

1969

Am 6. Juni  wird Kölleda an die Ferngasleitung angeschlossen. Das Gaswerk stellt die Produktion ein.

1980

Am 7. Oktober 1980 wird die Einweihung der POS II gefeiert. Sie erhält den Namen „August Bebel“.

1986

Anlässlich der Ersterwähnung unseres Ortes vor 1200 Jahren veranstaltet die Stadt eine Festwoche. Den Höhepunkt bildet ein Festumzug durch die Stadt.

1990

Ab 14. Oktober gehört Kölleda zum neu gebildeten Land Thüringen.

1991

Die polytechnische Oberschule „August Bebel“ wird  Gymnasium.

1992

Im Juni findet ein Festwochenende anlässlich des 600jährigen Stadtrechtes von Kölleda statt.

Das Wohngebiet Feistkornstraße wird mit 212 Wohnungen übergeben.

1993

Am 10. Dezember wird die Gemeinde Dermsdorf  in die Stadt Kölleda eingemeindet.

1994

Am 18. Dezember wird das rekonstruierte Museum am Rossplatz wieder eröffnet.

1995

Am 30. Mai setzen Bürgermeister Frank Zweimann und Kulinaria-Geschäftsführer Walter Kreuzer den ersten Spatenstich für das Gewerbegebiet auf der Kiebitzhöhe.

1999

Nach Abriss des ehemaligen Gartenlokals „Zur Erholung“ und des Kinos wird eine Zweifelder-Sporthalle an der Grundschule eingeweiht.

Kölleda beginnt mit der Tradition der Krönung einer Pfefferminzprinzessin.

2000

Das Gebäude  „Alte Schule“ am Markt wird nach einer umfangreichen Sanierung am 3. Oktober als „Funkwerkmuseum“ eröffnet.

2002

Zwischen Frohndorf und Kölleda wird der Kreisverkehr geschaffen, um mittels der neuen Querstraße den Schwerlastverkehr von der B 176 zum Gewerbegebiet zu leiten.

Am 16. Dezember werden die neue Anbindung vom Gewerbegebiet Kiebitzhöhe sowie das Teilstück der A 71 von Sömmerda / Schloßvippach bis Erfurt eingeweiht.

Richtfest bei MDC

Kölleda führt die städtische Jugendfeier ein

2003

immer wieder Munitionsfunde bei der Erschließung des Gewebegebietes

MDC Power GmbH wählt den Straßennamen „Rudolf-Caracciola“

2004

Nach 15 jähriger Tätigkeit als Leiterin der Seniorenbegegnungsstätte „Hortensia“ wird Erika Schneider im Juli in den Ruhestand verabschiedet.

Im Mai wird in der umgebauten ehemaligen Stadtambulanz das Gesundheitszentrum durch das Arztehepaar Günther eröffnet.

Die Wohnungsbaugenossenschaften Kölleda und Sömmerda schließen sich zusammen.

2005

Die „Alte Wache“ wird zum Bürgerbüro umgebaut und im März eingeweiht.

Am 03.11. öffnet der Netto Marken-Discount.

2006

Zum ersten Mal findet ein Neujahrskonzert statt.

Wegen Um- und Neubaus des Krankenhaus Sömmerda wird das bereits geschlossene Krankenhaus in Kölleda renoviert und der zeitweisen Nutzung zugeführt.

Vier Wohnblocks mit je 24 Wohnungen werden im Wilhelm-Pieck-Ring abgerissen.

2007

Kölleda präsentiert sich jm Juni erfolgreich auf der Bundesgartenschau.

Arbeitsloseninitiative öffnet „Alibaba II“ im Oktober in Kölleda, Markt 25

Die Stadt Rastenberg mit den Ortsteilen Bachra, Roldisleben, Rothenberga und Schafau tritt der VG bei.

2008

Im Juni geht die Trägerschaft der Seniorenbegegnungsstätte „Hortensia“ zum DRK über.

Die neue Montagehalle von MDC Power ist fertig, im August beginnt die Produktion der Vierzylinder-Dieselmotoren.

Auf dem Rittergut beginnt die Umgestaltung der Scheune zur Eventhalle.

Die „Neue Schule“ wird zu einem Pflege- und Betreuungszentrum um- und angebaut und erhält den Namen „Haus Schwanenteich“ und wurde am 19.11. eröffnet.

2009

Der Neubau an der Regelschule wird übergeben.

Nach 10jähriger Tätigkeit wird Stadtbrandmeister Manfred Bauer von Ulrich Dölgner abgelöst.

Die Figur auf dem Wippertus-Brunnen wird restauriert.

Zum Nikolausmarkt wird erstmals die Halle im neusanierten Rittergut genutzt.

2010

Inga-Marie wird Pfefferminzprinzessin

Am 1. 10. ist Grundsteinlegung für das Gemeindezentrum der Evang. Regionalgemeinde.

2011

Vom 17. bis 26. Juni feiert die Stadt ihre 1225jährige Ersterwähnung.

Stefan Hackel schnitzt den Schutzheiligen der Stadt.

Am 10. November 2011 wird per Vertrag die Eingemeindung Großmonras beschlossen.

2012

MDC erhält Zugang zum Schienenverkehr

Am 10. April 2012 beginnen die Arbeiten am Streitsee und bei Dermsdorf an zwei Verkehrskreiseln. So entsteht die Ortsumgehung Dermsdorf und der Zubringer zur A71.

Im Laufe der letzten10 Jahre gingen bei MDC 2 Millionen Motoren vom Band. Das Werk ist der größte Arbeitgeber im Landkreis.

Udo Hoffmann tritt die Nachfolge Frank Zweimanns als Bürgermeister der Stadt an.

2013

Das Gymnasium erhält die Anerkennung als Umweltschule.

Die Bibliothekarin Heide Stottmeier erhält den Ehrenpreis des Friedrich-Bödecker-Kreises.

2014

Erster Sportlerball in Kölleda

Am 11. November gelingt der Polizei ein Schlag gegen die Drogenszene.

2015

Die LEG besiegelt die Erweiterung des Industriegebietes Kölleda-Kiebitzhöhe um 57 ha

Vanessa I. löst Tina I. als Pfefferminzprinzessin ab.

Der Kölledaer Wippertus und die Pfefferminzprinzessin sind dabei, als das Teilstück der Autobahn A 71 übergeben wird. Somit ist die Lücke geschlossen und die Autobahn ist von Schweinfurt bis Sangerhausen befahrbar.

2016

Am 07. Mai werden vier neue Glocken im Turm der Wippertuskirche aufgezogen.

Das Trabi-Museum wird eröffnet.

Am 16.12.2016 erfolgt der erste Spatenstich für ein neues Wohngebiet am Paradiesweg.

2017

23. Januar 2017 Kölleda erhält 36,5 Millionen Fördermittel zur Erweiterung des Gewerbegebietes Kiebitzhöhe.

22. Februar 2017 MDC erhält eine Bombendrohung und wird evakuiert.

24. Mai 2017 Carolin die 1. wird neue Pfefferminzprinzessin.

22. Juni 2017 das Gymnasium „Prof.-Fritz-Hofmann“ feiert sein 25jähriges Bestehen.

Am 01.07.2017 wird ASB „Wohnen im Park“ eröffnet.

07. Juli 2017 erster Spatenstich bei der Firma va-Q-tec. Hier soll eine Produktionsfirma mit Labor entstehen.

2018

01.01.2018 Sebastian Lepka ist neuer Vorsitzender der VG Kölleda.

Ab 01.01.2018 gehen die städtischen Kindergärten in Trägerschaft des ASB über.

Am 19. Januar fegt der Sturm „Friederike“ übers Land. Im Johannistor stürzt ein Baum um. Darunter wird eine Panzerfaust gefunden, die vom Kampfmittelräumdienst beseitigt und abtransportiert wird.

01.07.2018 Lutz Riedel wird neuer Bürgermeister und tritt damit die Nachfolge von Herrn Hoffmann an, welcher sich in den Ruhestand verabschiedet.