| 786 | Das Dorf Collide wird im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld, dem Brevarium Lulli erstmalig erwähnt. |
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| 802 | Das Kloster Hersfeld erhält Ländereien um Kölleda und später die Herrschaft über den Ort. |
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| 1265 | Am 8. September 1265 verzichtet Friedrich Graf von Beichlingen zugunsten des neu gegründeten Zisterzienserklosters auf die Vogtei. |
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| 1266 | Am 8. September 1266 ziehen die Nonnen, die aus dem Kloster Frauensee kommen, in das Zisterzienserkloster St. Benedicti ein. |
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| 1271 | wird die Kölledaer Münze urkundlich erwähnt. Das Münzrecht teilen sich die Grafen von Beichlingen mit den Äbten von Hersfeld. |
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| 1308 | Heinrich Graf von Beichlingen verzichtet zugunsten des Abts Simon von Hersfeld auf 3 Pfund Pfennige jährlicher Pension aus der „Münze zu Kollede“ und auf seine Ansprüche gegen den Abt. |
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| 1392 | Friedrich VI. Graf von Beichlingen verleiht Kölleda das Stadtrecht. Die oberste Lehnshoheit verbleibt jedoch bei Hersfeld. |
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| 1404 | wird die Kirche St. Wipperti erstmals erwähnt. |
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| 1482 | durch den Tod des Thüringer Landgrafen Wilhelm III. (der Tapfere) fällt der gesamte thüringer Besitz an die wettinischen Brüder Ernst und Albrecht in sächsischen Besitz. So bleibt es bis 1815. |
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| 1518 | 500 Menschen sterben an einer pestartigen Seuche. |
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| 1519 | Hans von Werthern erwirbt von Graf Adam von Beichlingen die Rechte für die Stadt. |
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| 1523 | Die Stadt gewährt einem entflohenen Mönch Unterschlupf, obwohl dieser steckbrieflich gesucht wird. Herzog Georg fordert die Stadt zur Übergabe des Flüchtigen auf. Dieser wird jedoch gewarnt und kann fliehen. |
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| 1524 | gewährt die Stadt dem Probst des Klosters Memleben Asyl. Hans von Werthern bekommt den Befehl, den Probst gefangen zu nehmen und an den Abt zu Hersfeld zu schicken. (Dr. Liebers im Heimatkalender für den Kreis Eckartsberga, Seite 51) |
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| 1525 | Wie auch in anderen Orten folgt man den Freiheitsrufen des Thomas Müntzer. Nach der Schlacht bei Frankenhausen erlässt Herzog Georg von Sachsen Befehle, wonach sämtliche Waffen abzugeben sind, die Dörfer die Namen der Aufständischen zu nennen haben und alles Geraubte zurückzugeben ist. Die Güter der Anführer sollen zur Hälfte konfisziert werden. Kölleda hat 192 Besitzer. Diese behaupten, niemand etwas genommen, keinem Menschen Schaden getan, zu niemand geschworen zu haben. Was sie dem Kloster zu Kölleda genommen haben, sei dem Kloster zu gut geschehen, es sei das selbe auch alles inventiert. Urheber des Aufstandes wären: Claus Schmidt, Hans Poß, Hans Settler, Hans Beichling, Hans Wurme, Heinrich Sulz, Jacob Heidenreich und Kunz Reinbott und andere. Insgesamt 20, die alle geflohen sein sollen. Die Stadt zahlt an Strafe 715 Gulden auf 143 Personen. (Dr. Liebers im Heimatkalender für den Landkreis Eckartsberga 1927, Seite 37) |
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| 1538 | 126 Höfe - Scheunen und Ställe nicht gerechnet – brennen ab. Die Wippertikirche, das Rathaus und die Schule werden beschädigt. |
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| 1542 | Nach dem Tode des katholischen Landesherrn, Herzogs Georg am 24.04.1539, haben die Herren von Werthern die evangelische Religion angenommen. Damit wurde auch die Wippertikirche evangelisch. Zur Erinnerung daran ist eine Inschrift über die Sakristei der Wippertikirche gesetzt: V. D. M. I. Ac. 1542 |
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| 1547 | Nach dem Schmalkaldischen Krieg zählt Cölleda zum albertinischen Kurfürstentum Sachsen. Am 5. August ordnet Kurfürst Moritz die Einteilung des Kurfürstentums Sachsen in 5 Kreise, darunter der Thüringer Kreis, zu dem das Amt Eckartsberga und somit Kölleda gehört. |
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| 1553 | Das Backleber Tor wird erbaut. |
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| 1554 | Die letzte Bewohnerin des Klosters, Äbtissin Sophie von Schafstedt stirbt. Nach der Reformation hatte man den Klosterinsassen freien standesgemäßen Lebensunterhalt gewährt. Das Kloster fällt an Kurfürst August von Sachsen. |
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| 1556 | Das Kloster wird aufgelöst, die Stadt erwirbt die dazugehörigen Ländereien von Kurfürst August für 3588 Gulden. Das Brückentor wird erbaut. |
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| 1563 | Das Johannistor wird gebaut. |
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| 1575 | Laut Kirchen-Matricul war Anna Wirsing, die Frau des Baccalaurius Jacob Wirsing , Lehrerin der Mädchenschule. |
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| 1583 | Der Röhrbrunnen am Markt wird mit einem Kostenaufwand von 3.285 Gulden erbaut. Das Wasser kommt aus einer Quelle in der Backleber Flur. Die erste Wasserleitung wird verlegt. Der Brunnen versorgt das Brauhaus und dient den am Markt gelegenen Häusern bei Feuersnöten. |
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| 1626 | 1000 Personen sterben an der Pest. |
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| 1627 | Nachdem die Pest überstanden war, wurden 88 Paare am Ort getraut. |
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| 1634 | Kölleda spürt erste Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges. Einquartierung kaiserlicher Truppen und Plünderungen |
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| 1649 | Am 19. April ziehen die Bürger unter Glockengeläut an die Flurgrenze zu Backleben und Großneuhausen und begrüßen den langersehnten Frieden nach dem 30jährigen Krieg. |
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| 1663 | wird Christoph von Helbig (auch Hellwig geschrieben)in Cölleda, als Sohn des Diaconus Caspar Helbig geboren. Kaiser Leopold I. erhob ihn wegen seiner zahlreichen Dichtungen geistlicher Lieder in den Adelsstand. Er starb als Doctor medic und Stadtphysikus 1721 in Tennstedt. Er gelangte an das Manuskript eines kalendarischen Handbuchs, welches der Zisterzienser-Abt Moritz Knauer 1650 als eifriger Astrologe erstellt hatte. Hellwig ließ diesen Kalender 1700 in Druck erscheinen. Dabei nahm er an, dass das Manuskript, welches eine Planetentafel seit 1600 enthielt, 100 Jahre alt sei. Hellwig änderte die Wetterbeobachtungen Knauers in Wettervorhersagen ab. Den Namen Knauers lässt er unerwähnt. So entsteht der "100jährige Kalender". |
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| 1665 | Kurfürst Johann Georg von Sachsen stirbt. Es kommt zur Bildung der Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels, die den überwiegenden Teil des Thüringer Kreises erhält. Zu dem als Thüringer Landesportion bezeichneten Gebiet gehört vom Amt Eckartsberga auch Kölleda dazu. |
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| 1683 | 64 Häuser brennen ab. Der Rat beschließt die Anschaffung einer Wasserspritze. |
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| 1698 | 132 Häuser brennen nieder, darunter das herrschaftliche Vorwerk (Rittergut), der Edelhof, das Amt- und Rathaus, Diakonat und Rektorat. Die Wippertikirche kann gerettet werden |
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| 1699 | Das herrschaftliche Vorwerk und der Edelhof werden neu errichtet. |
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| 1702 | Das nunmehr dritte Cölledaer Rathaus wird erbaut. |
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| 1706 | Schwedische Truppen quartieren sich in unserer Stadt ein, zur Last der Bevölkerung. Die Belagerung dauert ein Jahr an. |
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| 1719 | Pfarrer Oberländer lässt die erste Chronik über kirchliche Ereignisse in Cölleda drucken. |
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| 1724 | Das „Kurfürstlich-sächsische“ Postamt wird eingerichtet. |
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| 1728 | Am 18. Juni 1728 wird das Urteil am Ehepaar Assingen vollstreckt. Sie hinterlassen ein 7 Monate altes Kind. Das Ehepaar Annen Catharinen und Jeremias Assingen planen den Mord an der der Tante der Ehefrau, der Soldatenwitwe Juditha Wozuin. Das Ehepaar wohnt zur Miete bei ihr. Am 3. Dezember 1727 erschlägt Jeremias die Tante. Auf Anraten seiner Frau hängt er sie nachträglich auf. Bei der gerichtlichen Besichtigung werden die gewaltsamen Schläge gefunden. Die Tat kann nicht geleugnet werden. Er wird verurteilt zu Schleifung und Rad, sie zu Schleifung und Schwert. |
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| 1735 | In einer Scheune in der Auengasse bricht ein Brand aus. Auengasse, Krautgasse, Pfarre, Schule, Rektorat, die Häuser vom Krauttor bis zum Backleber Tor brennen nieder, insgesamt 58 Häuser. |
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| 1744 | Die neue Schule am Markt wird eingeweiht, nachdem die Alte 1735 mit abgebrannt war. |
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| 1746 | Am 16. Mai, mit dem Tod Johann Adolf II. von Sachsen-Weißenfels erlischt die Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels. Kölleda fällt wieder an Kursachsen. |
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| 1755 | meldet eine Zählung 1334 Personen. |
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| um 1763 | nach Ende des siebenjährigen Kriegs werden erste Anbauversuche der Kartoffel unternommen. |
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| 1771 | Kölleda hat etwa 1900 Einwohner. |
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| 1780 | macht sich der Stadtschreiber Kürbs um die Obstbaumpflanzung und den Hopfenanbau am Stadtgraben und im Geböse verdient. |
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| 1786 | Der Rat der Stadt verkauft die Klosterländereien, um die auf 19000 Taler angewachsenen Schulden zu tilgen. |
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| 1795 | Nach kleineren Bränden in den Jahren 1760, 1763 und 1794 kommt es zum größten Stadtbrand in der Geschichte Cölledas, 135 Häuser, sowie 82 gefüllte Scheunen brennen am 14. August nieder, am Markt bleiben das Rathaus, die Wippertikirche und die Schule verschont. Magister Salomo Gottlob Unger schildert die Geschichte der Stadt und des Brandunglücks in einem Buch, dessen Erlös den Brandopfern zu Gute kommt. (Ungersche Chronik) |
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| 1806 | Der Befehlshaber der bei Auerstedt geschlagenen preußischen Armee, der Herzog Ferdinand von Braunschweig, verbringt schwer verwundet auf dem Rückzug eine Nacht im Haus Rossplatz 39 Am 11. September 1806 beschließen Frankreich und Sachsen den Vertrag von Posen. Im Ergebnis daraus wird das Kurfürstentum Sachsen ein Königreich. |
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| 1813 | Am 24. Oktober, nach dem Sieg der Verbündeten in der Völkerschlacht bei Leipzig rastet Feldmarschall Blücher auf dem Marktplatz. Am 1. November werden 231 russische Dragoner, 2 Generäle, 2 Majors und 16 Offiziere einquartiert. Am 2. und 3. November kommen vom Kaiserl. russischen Artillerie-Train 1 Major, 5 Offiziere, 243 Unteroffiziere und Gemeine nebst 486 Pferden hier zu stehen. Den 4. und 5. November kommen vom Königlich preußischen Proviant-Fuhrwesen 186 Mann nebst 195 durch. Am 6. November kommt Fürst Walpolsky mit 84 russischen Husaren. Die vorrückenden Truppen begegnen den Zurückkehrenden. Am 11. November werden 1500 Franzosen, die am 26. Oktober in dem Treffen bei Eisenach zu Gefangenen gemacht worden waren, nachts im Schüttboden eingeschlossen. 3 Offiziere und 80 Kosaken bewachten den Transport. Am 30. November werden 136 russische Ulanen einquartiert. Nach ihrem Abmarsch am 27. Dezember bleiben 10 Mann zurück. Später kamen noch mehr Transporte durch unsere Stadt, die unter den Kontributionen zu leiden hat. In diesem Jahr beläuft sich die Zahl der Sterbefälle auf 157. Davon sind 61Militärs. Die Johanniskirche dient als Lazarett. |
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| 1815 | Am 18. Mai 1815 schließen die Königreiche Preußen und Sachsen einen Friedens- und Freundschaftsvertrag. Sachsen muss u. a. seine thüringischen Territorien an das Königreich Preußen abtreten. So kommt Cölleda zu Preußen. Der Rautenkranz wird durch den preußischen Adler als Wahrzeichen ersetzt. |
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| 1816 | Am 4. September 1816 wird der Regierungsbezirk Merseburg in 2 Stadt- und 15 Landkreise eingeteilt. Zum Landkreis Eckartsberga gehört u.a. Kölleda. |
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| 1824 | Kölleda wird zur Kreisstadt des neuen Kreises Eckartsberga. |
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| 1824 | In diesem Jahr beginnt in Kölleda der feldmäßigen Anbau medizinischer Kräuter, besonders der Pfefferminze. |
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| 1826 | Bei Steinbrucharbeiten am Zwiefachen Hügel stoßen die Arbeiter auf ein Skelett aus der frühen Eisenzeit. |
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| 1828 bis 1835 | lebte Friedrich Ludwig Jahn in Cölleda. |
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| 1835 | Die vierte Escadron des königlich 12. Husarenregiment, welches seit 1818 hier stationiert war, wird nach Merseburg versetzt. Darauf hin bittet der Magistrat in einem Brief an den König, das geplante Stadt- und Landgericht in Kölleda zu etablieren. |
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| 1837 | Das Schützenhaus wird erbaut. |
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| 1848 | Am 26. März beginnen die Ereignisse der Bürgerlichen Revolution in Cölleda. Am Sonntag, den 24. September findet eine große Volksversammlung auf dem Backlebener Feld statt. Neuwahlen werden gefordert. |
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| 1849 | Bürgermeister Albrecht wird im April von der Stadtverordnetenversammlung, die ihn 1843 auf 12 Jahre gewählt hatte, zum Rücktritt gezwungen. Die Kalte Gasse wird gepflastert. |
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| 1850 | Die ersten Briefkästen werden angebracht Die Friedrichstraße wird gepflastert. |
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| 1854 | Durch den Anschluss der öffentlichen Brunnen an ein Leitungsnetz wird die Wasserversorgung verbessert. Der erste „Cölledaer Anzeiger“ erscheint. |
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| 1862 | erhält die Stadt ihre erste Straßenbeleuchtung durch Petroleumlampen. |
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| 1863 | In der Cölledaer Flur wird ein Grab der jüngeren Bronzezeit um 1000 vor unserer Zeitrechnung gefunden. |
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| 1866 | Prof. Fritz Hofmann wird am 2. November in der Auenstraße in Cölleda geboren. |
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| 1872 | Die Polizeigewalt geht von den Grafen von Werthern an den Staat über. Die Taubenmärkte für die Samstage im Februar werden eingeführt. |
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| 1874 | Die Stadt wird an die Bahnstrecke Straußfurt – Großheringen (Pfefferminzbahn) angeschlossen. Cölleda erhält Anschluss an das Telegraphennetz. |
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| 1876 | Gründung des Verschönerungs-Verein, der nach den Plänen des Gartenbau-Direktors Linne´ - Erfurt die Anlagen auf dem ehemaligen Stadtgraben und am Roßplatz gestaltete. Die Stadt erhält ein neues Statut über das Feuerlöschwesen. |
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| 1877 | Der erste Kindergarten wird im Gasthaus zur Post eingerichtet. |
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| 1878 | wird die Freiwilligen Feuerwehr gegründet. |
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| 1884 | Das Kreisständehaus in der Salzstraße wird erbaut. |
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| 1892 | Feier des 500 jährigen Stadtrechtsjubiläums. |
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| 1900 | Am 1. Oktober wird das von der Firma Franke aus Bremen vor dem Johannistor errichtete Gaswerk in Betrieb genommen. Die vorhandenen 128 Anschlüsse versorgen: 413 Leuchtflammen, 29 Kocher, 3 Motoren und 71 Straßenlaternen. Am 10. Oktober, zu Beginn des neuen Schuljahres, wird die neu erbaute Schule in der Mühlgasse eingeweiht. In Kölleda werden 14 Telefonanschlüsse und eine öffentliche Sprechstelle eingerichtet. |
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| 1901 | Gründung der städtischen Sammlung durch Generaloberarzt Dr. Bruno Schwabe. |
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| 1903 | Am 1. Oktober wird das neu errichtete Postgebäude in der Bahnhofstraße bezogen. Zu den städtischen Gebäuden im Stadtgebiet zählt man: Marktplatz 1 Rathaus Marktplatz 2 Turm der St. Wippertikirche Marktplatz 3 Altes Schulgebäude Marktplatz 7 Stadthauptwache Mühlgasse 1a Neues Schulgebäude Backleber Tor 3 Backlebertorgebäude Friedrichstraße 1 Wellenscheune mit Wiegehaus Erfurter Straße 5 Amtsgerichtsgefängnis Entenplan 13 Schäfereigebäude Hospitalstraße 4 Polizeigefängnis Hospitalstraße 5 Armen- und Krankenhaus |
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| 1907 | Das Krankenhaus wird gebaut. |
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| 1909 | verweist die Statistik auf 601 Wohnhäuser, 10 andere Gebäude und 4 steuerfreie Gebäude. Man zählt 3401 Einwohner. In 200 Haushalten wird Vieh gehalten, insgesamt 254 Pferde, 625 Stück Rindvieh, 621 Schafe und 1447 Schweine. |
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| 1911 | Das Kinderheim, eine Stiftung der Brüder Karl und Fritz Feistkorn, wird errichtet. |
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| 1913 | Das von Otto Feistkorn gestiftete städtische Wannenbad wird übergeben. |
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| 1914 | Bau der "Finne-Bahn" |
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| 1924 | Kölleda wird am 11. Oktober an das Elektrizitätsnetz angeschlossen. |
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| 1927 | Die amtliche Schreibweise ändert sich von Cölleda in Kölleda. |
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| 1935 | Erster Spatenstich für die Siedlung am Brückentor. |
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| 1936 | Die Häuser im Bahnhofsviertel (heute Jahnplatz, Bebelstraße, Breitscheidstraße, Karl-Marx-Straße) sowie die Kasernen auf der Kiebitzhöhe werden gebaut. |
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| 1937 | Eine wissenschaftliche Grabung des Landesmuseum Halle deckt beim Bau der Siedlung an der Schillingstedter Chaussee die Spuren einer germanischen Siedlung aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten auf. |
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| 1941 | Bei Erdarbeiten in der Mühlgasse finden die Arbeiter eine 10,5 cm lange Nadel mit Kugelkopf aus der Bronzezeit. Einwohnerzahl: 6.313 |
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| 1944 | Am 4. Juli 1944 erfolgt ein schwerer Luftangriff auf den Flugplatz, 7 Soldaten werden getötet, ein großer Teil der Gebäude wird zerstört. Die Stadt bleibt verschont. |
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| 1945 | Am 11. April um 12 Uhr hisst der C. Steinicke die weiße Fahne auf dem Rathaus. Am 12. Oktober wird in der Brückenstraße 31 die Genossenschaft mit beschränkter Haftung „Neutro-Werk“ gegründet. Als erstes wurden Tischlampen in der ehemaligen Waffenmeisterei des Luftzeugamtes auf der Kiebitzhöhe produziert. Die Provinz Sachsen wird neu gebildet. Zu ihr gehört auch der Kreis Eckartsberga mit der Kreisstadt Kölleda. |
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| 1946 | Am 31. Januar hat Kölleda die Einwohnerzahl von 9.176 erreicht, bedingt durch Flüchtlinge und Umsiedler. |
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| 1947 | Durch plötzlich einsetzendes Tauwetter im März ist unsere Stadt von Hochwasser betroffen. |
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| 1948 | Im November wird die Kooperativgenossenschaft m.b.H. Neutro-Werk in den volkseigen Betrieb RFT Funkwerk Kölleda umgewandelt. Die gegründete Sportgemeinschaft „BSG Mechanik“ wird durch das Funkwerk übernommen und erhält den Namen „BSG Motor“. Zu ihr zählen die Sektionen Fußball, Handball, Tischtennis, Radsport und Schach. Der erste Vorsitzende wird Hans Lehmann. |
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| 1949 | Im Funkwerk Kölleda stellen 300 Arbeiter Bauelemente der Nachrichtentechnik und Rundfunkempfänger her. |
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| 1950 | Mit Wirkung vom 15. Juni 1950 wird der Landkreis Eckartsberga in Landkreis Kölleda umbenannt. Battgendorf wird am 30. Juli 1950 eingemeindet. |
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| 1952 | Der Kreis Kölleda wird aufgelöst und die Stadt Kölleda wird dem neu gebildeten Kreis Sömmerda zugeordnet. Am 1. September wird die Zentralschule (heute Regelschule „F.-L.-Jahn“) übergeben. |
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| 1957 | Das Städtische Schwimmbad am Streitsee wird am 2. Juni übergeben. |
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| 1958 | Beginn der Errichtung des Wilhelm – Pieck - Ring |
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| 1967 | Am 1. Mai 1967 wird der neue Sportplatz am Langen Weg eingeweiht. |
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| 1968 | Am Rossplatz entsteht ein Busbahnhof. |
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| 1969 | Am 6. Juni wird Kölleda an die Ferngasleitung angeschlossen. Das Gaswerk stellt die Produktion ein. |
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| 1980 | Am 7. Oktober 1980 wird die Einweihung der POS II gefeiert. Sie erhält den Namen „August Bebel“. |
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| 1986 | Anlässlich der Ersterwähnung unseres Ortes vor 1200 Jahren, veranstaltet die Stadt eine Festwoche. Den Höhepunkt bildet ein Festumzug durch die Stadt. |
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| 1990 | Ab 14. Oktober gehört Kölleda zum neu gebildeten Land Thüringen. |
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| 1991 | Die polytechnische Oberschule „August Bebel“ wird Gymnasium. |
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| 1992 | Im Juni findet ein Festwochenende anlässlich des 600jährigen Stadtrechtes von Kölleda statt. Das Wohngebiet Feistkornstraße wird mit 212 Wohnungen übergeben. |
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| 1993 | Am 10. Dezember wird die Gemeinde Dermsdorf in die Stadt Kölleda eingemeindet. |
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| 1994 | Am 18. Dezember wird das rekonstruierte Museum am Rossplatz wieder eröffnet. |
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| 1995 | Am 30. Mai setzen Bürgermeister Frank Zweimann und Kulinaria-Geschäftsführer Walter Kreuzer den ersten Spatenstich für das Gewerbegebiet auf der Kiebitzhöhe. |
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| 1999 | Nach Abriss des ehemaligen Gartenlokals „Zur Erholung“ und des Kinos wird eine Zweifelder- Sporthalle an der Grundschule eingeweiht. Kölleda beginnt mit der Tradition der Krönung einer Pfefferminzprinzessin. |
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| 2000 | Das Gebäude „Alte Schule“ am Markt wird nach einer umfangreichen Sanierung am 3. Oktober als „Funkwerkmuseum“ eröffnet. |
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| 2002 | Zwischen Frohndorf und Kölleda wird der Kreisverkehr geschaffen, um mittels der neuen Querstraße den Schwerlastverkehr von der B 176 zum Gewerbegebiet zu leiten. Am 16. Dezember werden die neue Anbindung vom Gewerbegebiet Kiebitzhöhe sowie das Teilstück der A 71 von Sömmerda / Schloßvippach bis Erfurt eingeweiht. |
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