Glockenguss- Spektakel im Rittergut

 

„Fest gemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muss die Glocke werden!
                     Frisch, Gesellen, seid zur Hand!“ Friedrich Schiller
 

 

Wie in Friedrich Schillers „Lied von der Glocke“, wird am 25. Juni auch in Kölleda nach historischer Tradition eine Glocke „werden“. Die Glockengießerei Bachert aus Karlsruhe und die Firma Glocken & Turmuhren Christian Beck aus Kölleda, werden in Handarbeit und im Angesicht ihres Schweißes eine neue Bronzeglocke, für die Wippertus Kirche, vor den Augen der Zuschauer gießen. Was zu Schillers Zeiten Gang und Gebe war, gilt auch heute noch im traditionellen Handwerk eines Glockengießers. Die Zuschauer werden beeindruckt sein. Für die meisten Besucher wird es die einmalige Gelegenheit sein, einen Glockenguss live mitzuerleben.

 

Rund um den Glockenguss, erwartet die Zuschauer ein Rahmenprogramm, welches ein mittelalterliches Flair auf dem Rittergut erzeugt. Ein großes Zeltlager mit „echten Rittern“ erwartet die Besucher und unterhält mit spektakulären Schwertkampf- und Feuerspukeinlagen. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Thüringer  Mittelalterband Artox Nex, die anlässlich dieses Abends ein eigenes Lied komponiert hat. Zusätzlich wartet die Band mit eingängigen Riffs aus den Abteilungen Metal und Rock auf. Hierdurch ergibt sich ein Mix, der die Musik voran treibt, bewegt und im Ohr bleibt! 

Durch den Abend und um den Glockenguss herum führt eine Moderation, die alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Produktionsschritten der Glocke liefert. Neben Interviews mit dem Glockengießer, prominenten Gästen und dem Publikum bietet sich auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

 

Ab 20Uhr werden die Tore zum Rittergut geöffnet sein. Der eigentliche Glockenguss, ist für die späteren Abendstunden um 22Uhr vorgesehen, damit das orange glühende und Funken speiende Spektakel im Dämmerlicht seine ganze Anziehungskraft entfalten kann. Das Gussmaterial, bestehend aus 78% Kupfer und 22% Zinn, wird im Schmelzofen auf ca. 1100°C erhitzt, bevor der glühende Schmelztigel samt Inhalt, mit Manneskraft, über einen eigens dafür aufgebauten manuellen Kettenzug zur Gussform gezogen wird. Nun steht der spannendste Moment des Abends an. Das glühende, verflüssigte Metall muss gleichmäßig in die eingegrabene Glockenform gegossen werden. Danach muss die neue Glocke in der Glockengrube erst einmal ruhen und ganz wie in Schillers „Glocke“ bleibt zu sagen;

 

„In die Erd' ist's aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt;
Wird's auch schön zu Tage kommen,
Dass es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Guß mißlang?
Wenn die Form zersprang?“

 

 

Die Antworten darauf, werden schon am nächsten Tag geliefert. Am Sonntag gleich nach dem Kreisblasmusikfest, welches ebenfalls im Rittergut stattfindet, wird die Glocke aus der Erde befreit und sogar angeschlagen, sodass zum ersten Mal ihr Ton erklingt.

                                           

 

 

 

 

- vergleichbare Bronzeglocke

 


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